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Renovierungskosten

Unsere Methodik

Unsere Kostenschätzungen für Sanierungsprojekte stammen aus einer selbst recherchierten, quellenbasierten Kostendatenbank. Über die Zeit passen wir sie mit einem Baupreisindex an — eine regionale Differenzierung gibt es dagegen noch nicht. Jede Berechnung zeigt Ihnen eine Spanne aus niedrigem, typischem und hohem Wert, nie eine einzelne, scheinbar exakte Zahl. Auf dieser Seite erklären wir jeden dieser Bausteine im Detail.

1. Unsere Datenquellen im Überblick

Unsere Kostenschätzungen stützen sich auf vier Arten von Daten: amtliche Statistiken des Statistischen Bundesamtes (Destatis/GENESIS) für die zeitliche Preisanpassung, selbst recherchierte Baukosten-Einzelpositionen aus öffentlich zugänglichen Preislisten und Angaben echter Handwerksbetriebe, offizielle Förderinformationen von KfW/BEG sowie rechtliche Hintergrundinformationen aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG). Kommerzielle Baukosten-Datenbanken wie SIRADOS oder BKI verwenden wir nicht: Sie sind lizenzpflichtig, und eine solche Lizenz besitzen wir nicht.

Eine vollständige Übersicht mit allen Quellen und den jeweiligen Lizenzangaben finden Sie unter Unsere Datenquellen.

2. Regionale Faktoren

Aktuell verwenden wir für ganz Deutschland einen einheitlichen Regionalfaktor. Das bedeutet: Die Postleitzahl, die Sie im Rechner angeben, dient heute nur der Zuordnung zu Bundesland und Landkreis zu Informationszwecken. Das Rechenergebnis verändert sie noch nicht.

Der Grund ist unspektakulär: Verlässliche, regional aufgeschlüsselte Baupreisdaten für Deutschland gibt es fast nur gegen kostenpflichtige Lizenzen wie SIRADOS oder BKI. Uns ist ein ehrlicher, deutschlandweiter Basiswert lieber als eine regionale Genauigkeit, die wir gar nicht belegen könnten. Sobald genug Nutzung eine Lizenzierung wirtschaftlich rechtfertigt, wollen wir echte regionale Unterschiede einbauen.

3. Baupreisindex (zeitliche Preisanpassung)

Ein Baupreisindex bildet ab, wie sich Baupreise über die Zeit verändern. Wir haben dafür eine vollständige technische Anbindung gebaut, die geprüfte Indexwerte des Statistischen Bundesamtes auf unsere recherchierten Basispreise anwendet. Damit lassen sich Preise aus einem früheren Recherchejahr rechnerisch auf das heutige Niveau anheben.

Zum jetzigen Zeitpunkt (25. September 2026) sind allerdings noch keine geprüften Indexwerte in unserer produktiven Datenbank hinterlegt. Wir sagen das offen, statt im Hintergrund einfach einen Faktor „1,0 “ anzunehmen und so eine Anpassung zu behaupten, die gar nicht stattgefunden hat. Sobald echte, geprüfte Indexwerte veröffentlicht sind, greift die Anpassung automatisch für alle betroffenen Berechnungen.

Neue Indexwerte laufen bei uns immer durch denselben Prozess: Wir rufen sie ab, prüfen sie auf Plausibilität (ungewöhnlich große Änderungen kennzeichnen wir dabei automatisch), und erst wenn ein Mensch sie freigegeben hat, veröffentlichen wir sie. Einen vollautomatischen, unbeaufsichtigten Abruf gibt es bei uns nicht.

4. Trennung von Material und Arbeitslohn

Zu jeder Kostenposition in unserer Datenbank erfassen wir, ob es sich um Material, Arbeitslohn oder eine Kombination aus beidem handelt. Das hilft uns bei der Recherche und Pflege der Daten, etwa wenn wir die Handwerkerleistung für das Verlegen eines Fliesenbelags getrennt vom Material selbst betrachten und belegen wollen.

In der Ergebnisübersicht unserer Rechner fassen wir diese Einzelpositionen aktuell zu funktionalen Positionen zusammen, etwa „Fliesen “ inklusive Material und Verlegung. Eine separate Aufschlüsselung nach Arbeitslohn und Material innerhalb einer einzelnen Ergebniszeile bieten wir in der Benutzeroberfläche derzeit nicht an.

5. Warum eine Spanne: niedrig, typisch, hoch

Wir zeigen nie eine einzelne, scheinbar exakte Zahl wie „18.734 € “ für eine Sanierung. Reale Baukosten schwanken je nach Ausführungsqualität, Aufwand und Anbieter zu stark dafür — eine einzelne Zahl würde nur eine Genauigkeit behaupten, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Wir berechnen deshalb für jede Leistung eine Spanne aus niedrigem, typischem und hohem Wert, direkt aus der recherchierten Bandbreite der jeweiligen Einzelpreise.

Ein Beispiel aus einem realen Testlauf unseres Badsanierungsrechners (rund 5 m² Grundfläche, mittlerer Zustand, vollständige Erneuerung, Standardqualität): Die Berechnung kam auf eine Spanne von rund 3.400 € bis 7.200 €, mit einem typischen Wert von rund 5.100 €. Das ist kein Zufallsprodukt, sondern schlicht die Summe der recherchierten Preisspannen der einzelnen Leistungen wie Fliesen, Sanitärobjekte oder Abdichtung.

6. Umgang mit Unsicherheit: Bekannt, Geschätzt, Angenommen, Unsicher

Bei jeder Zahl unterscheiden wir zwischen vier Kategorien. So stellen wir nie eine Annahme als Tatsache dar:

  • Bekannt: eine von uns recherchierte, mit Quelle und Preisjahr belegte Marktpreisangabe für eine konkrete Leistung.
  • Geschätzt: das Ergebnis, das unser Rechner aus mehreren bekannten Werten und Anpassungen wie Regionalfaktor oder Baupreisindex berechnet. Immer als Spanne, nie als Einzelwert.
  • Angenommen: ein Standardwert, den wir ansetzen, solange Sie nichts anderes angeben. Wählen Sie beim Zustand nichts explizit aus, gehen wir zum Beispiel von „durchschnittlich “ aus.
  • Unsicher: eine Position, für die wir aktuell keine ausreichend belastbare Quelle haben. Wir raten hier nicht irgendeine Zahl — wir weisen die Position offen als nicht berechenbar aus.

Jede unserer recherchierten Kostenpositionen trägt außerdem eine Vertrauensstufe: hoch, mittel oder niedrig. Bislang ist keine einzige Position mit der höchsten Stufe „hoch “ eingestuft, weil es in Deutschland keine kostenfreie amtliche Preisliste für einzelne Sanierungsleistungen gibt. Die meisten Positionen sind „mittel “ (aktuelle, benannte Anbieter mit einer nachvollziehbaren, mehrfach belegten Preisliste) oder „niedrig “ (Einzelquelle oder eigene Marktrecherche).

7. Wie oft wir unsere Daten aktualisieren

Preisindex: Neue Indexwerte des Statistischen Bundesamtes prüfen und importieren wir manuell, sobald sie verfügbar und für uns nachvollziehbar sind. Einen automatischen Live-Abruf gibt es aktuell nicht.

Eigene recherchierte Baukosten: Wir aktualisieren einzelne Positionen, sobald uns Hinweise auf veraltete oder abweichende Preise vorliegen. Jede Quelle hat ein dokumentiertes nächstes Prüfdatum, aber einen festen wöchentlichen oder monatlichen Rhythmus gibt es beim jetzigen Stand nicht.

Förderung und Recht: Diese Angaben aktualisieren wir, sobald sich die zugrunde liegenden offiziellen Programme oder Gesetzestexte ändern.

8. Was in unseren Schätzungen enthalten ist und was nicht

Unsere Schätzungen bilden die direkten Bau- und Materialkosten der im Rechner ausgewählten Leistungen ab. Nicht automatisch enthalten sind Leistungen, die Sie gar nicht ausgewählt haben, und einzelne Positionen, für die uns aktuell keine belastbare Quelle vorliegt. Für Letztere gilt bei uns eine klare Regel: lieber im Rechnerergebnis offen „aktuell nicht berechenbar “ vermerken, als die Position kommentarlos verschwinden zu lassen. Im Badsanierungsrechner betrifft das zum Beispiel Armaturen, Spiegel, Handtuchheizkörper und Fußbodenheizung. Im Ergebnis weisen wir Sie ausdrücklich darauf hin.

Ein Angebot eines Handwerksbetriebs kann von unserer Schätzung abweichen — meist weil ein Betrieb zusätzlich Anfahrt, die Bausituation vor Ort oder seine aktuelle Auftragslage einrechnet, Dinge, die wir nicht kennen können.

9. Nachvollziehbarkeit: jede Berechnung ist dokumentiert

Zu jeder Berechnung, die unser Rechner durchführt, speichern wir eine eindeutige Kennung. Darin steckt genau, welche Version der Kostendatenbank, des Regionalfaktors, des Preisindex und der Rechner-Logik zu diesem Zeitpunkt gerade aktiv war.

Das hat eine praktische Folge: Geben Sie dieselben Werte zu einem späteren Zeitpunkt erneut ein, kann ein anderes Ergebnis herauskommen, weil zwischenzeitlich neue, geprüfte Marktdaten eingeflossen sind. Das ist kein Fehler, sondern zeigt einfach, dass unsere Daten aktuell sind. Die ursprüngliche Berechnung bleibt trotzdem nachvollziehbar dokumentiert.

10. Wie Sie unsere Ergebnisse einordnen sollten

Verstehen Sie unser Ergebnis als informierte erste Orientierung für Ihre Budgetplanung, nicht als verbindliches Angebot. Holen Sie sich für eine konkrete Sanierung reale Angebote von Handwerksbetrieben ein und vergleichen Sie diese mit unserer Spanne. Weicht ein Angebot deutlich ab, ist das kein Widerspruch — meistens steckt ein regionaler Preisunterschied, eine andere Ausführungsqualität als angenommen oder eine besondere Situation vor Ort dahinter, die eine allgemeine Schätzung naturgemäß nicht abbilden kann.

Häufige Fragen

Sind die im Rechner angezeigten Preise verbindliche Angebote?

Nein, das sind sie nicht. Unsere Ergebnisse sind marktbasierte Kostenschätzungen zur ersten Orientierung, kein verbindliches Angebot eines Handwerksbetriebs. Was Sie am Ende zahlen, hängt von Ihrem konkreten Objekt, der gewählten Ausführung und dem beauftragten Betrieb ab.

Warum verändert meine Postleitzahl das Ergebnis aktuell nicht?

Weil wir aktuell deutschlandweit mit einem einheitlichen Basiswert rechnen. Verlässliche, regional aufgeschlüsselte Baupreisdaten sind in Deutschland überwiegend nur gegen kostenpflichtige Lizenzen erhältlich. Eine echte regionale Differenzierung planen wir für eine spätere Ausbaustufe, sobald genug Nutzung eine Lizenzierung wirtschaftlich rechtfertigt.

Was bedeutet "aktuell nicht berechenbar" bei einer Position?

Das bedeutet, dass wir für diese konkrete Leistung keine ausreichend verlässliche, kostenfreie Quelle gefunden haben. Statt einen Wert zu schätzen, sagen wir das offen. Ein Beispiel: die Ausrüstung einer Fernwärme-Übergabestation in unserem Heizungsrechner.

Wie oft aktualisiert ihr eure Zahlen?

Einen festen, automatischen Rhythmus gibt es nicht. Jede Quelle hat aber ein dokumentiertes nächstes Prüfdatum, und neue Index- oder Preisdaten prüfen wir manuell, bevor wir sie freigeben und veröffentlichen.

Weiterführend

Zuletzt inhaltlich aktualisiert am 25. September 2026.